Newsletter Nr. 25 / 2008
Liebe Newsletter-Abonnentinnen und Abonnenten
Mit diesem Newsletter informieren wir Sie gerne über aktuelle Entwicklungen in der Ecademy. Im Vordergrund steht diesmal die Beschreibung des neuen Geschäftsmodells der Ecademy. Wir sind überzeugt, damit für die akademischen Mitgliedsinstitutionen ein attraktives Fördermodell anbieten zu können. Aber auch für unsere Wirtschaftspartner ergeben sich so Ansatzpunkte und Anreize, aktiv Innovationen in Form von z.B. aF&E-Projekten bei Ecademy-Mitgliedern zu platzieren.
Wir wünschen Ihnen eine spannende und anregende Lektüre.
Im Namen des Vorstands
Rainer Endl, Präsident
Neues Geschäftsmodell
Die Ecademy ist von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) als nationales Forschungskonsortium bestätigt und ihr neues Geschäftsmodell von der KTI anerkannt worden. Zu einem wesentlichen Teil finanziert sich die Ecademy nun über Verbundprojekte, d.h. solche Forschungsprojekte, in denen mindestens zwei Ecademy-Mitglieder aktiv vertreten sind und Förderbeiträge von der KTI erhalten. Die Ecademy erhält dann aufgrund erfolgreicher Verbundprojekte zusätzliche Gelder von der KTI. Diese Gelder werden von der Ecademy für die Planung und Durchführung neuer Verbundprojekte verwendet, aber auch ein Teil wird als Prämie an die laufenden Verbundprojekte ausgeschüttet. Aufgrund der von der KTI definierten Leistungsindikatoren (KPIs) müssen nun möglichst zahlreiche und qualitativ hoch stehende Verbundprojekte geplant und durchgeführt werden. Die Anstrengungen der Ecademy müssen sich also darauf ausrichten, den Mitgliedern ein attraktives Leistungsangebot im Bereich Forschung und Lehre anzubieten.
Um Anreize für die Durchführung von Verbundprojekten und die Ecademy-Mitgliedschaft zu schaffen, sollen die Ecademy-Mitglieder bereits in der Antragsphase unterstützt werden. Dies einerseits durch nichtmaterielle Unterstützung, wie z.B. die Durchführung von Pre-Reviews oder durch einen Know-how-Transfer und die Beratung durch andere Ecademy-Mitglieder.
Andererseits sollen bereits in der Antragsphase Ecademy-Mitglieder finanziell unterstützt werden, sofern sie Verbundprojekte planen. Die Höhe dieser Unterstützung richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten der Ecademy und wird in Abhängigkeit von den KTI-Projektbeiträgen festgelegt.
Prozessablauf Projektangaben zur Einreichung als Ecademy-Verbundprojekt
Auf der Homepage der Ecademy (www.ecademy.ch) kann jedes Ecademy-Mitglied ein Formular für die Beantragung eines Verbundprojekts herunterladen. Auf dem Formular ist anzugeben, welche Ecademy-Mitglieder mit welchen weiteren Partnern gemeinsam ein KTI-Projekt durchführen wollen, bzw. auch, dass weitere Ecademy-Mitglieder als Projektpartner noch gesucht sind. Ausserdem sind eine kurze Beschreibung des Vorhabens sowie dessen zeitlicher und finanzieller Umfang mitzuliefern. Zusätzlich hat jedes Ecademy-Mitglied die Möglichkeit, gleich auch noch eine finanzielle Unterstützung von der Ecademy zur Ausarbeitung des KTI-Antrags zu beantragen.
Der Ecademy-Vorstand erhält dann dieses Dokument zur Prüfung und lässt es gegebenenfalls noch durch ein Expertengremium vertieft überprüfen. Je nach verfügbaren finanziellen Mitteln und der Qualität des Vorhabens, kann eine finanzielle Unterstützung gewährt werden.
Liegt ein ausformulierter KTI-Antrag für ein Ecademy-Verbundprojekt vor, besteht jetzt auch die Möglichkeit, diesen Antrag in einem von der Ecademy organisierten Review auf inhaltliche und formale Qualität prüfen zu lassen. Damit gibt es noch keine Gewähr, dass die KTI den Antrag auch bewilligt, aber wir gehen davon aus, dass mittelfristig die Qualität der Anträge steigt und dies zu einer höheren Bewilligungsrate seitens der KTI führt.
KPI'S von der KTI bestätigt
Wie an der Generalversammlung angekündigt und diskutiert, wurden mit der KTI nun die Leistungsindikatoren (KPI) für den Zeitraum vom 1.3.2007 bis zum 28.2.2009 (12 Monate) vereinbart. In Bezug auf die Verbundprojekte sind von der Ecademy folgende Zielgrössen relevant:
KPI (Auftragseingang): Die KTI erwartet, dass im Rahmen von Ecademy-Verbundprojekten ein Volumen von CHF 2.7 Mio. abgewickelt wird. Als Verbundprojekte zählen dabei alle Forschungsprojekte, die im o.a. Zeitraum begonnen bzw. beantragt wurden und bei denen mindestens zwei Ecademy-Mitgliedsinstitutionen aktiv beteiligt sind. Wichtig: Dabei werden ALLE Forschungsprojekte berücksichtigt, also nicht nur KTI-Projekte.
KPI (Kundenzufriedenheit): Im o.a. Zeitraum muss eine Kundenzufriedenheitsquote von 80% erreicht werden. Die Kundenzufriedenheit wird mit Hilfe eines kurzen standardisierten Fragebogens erhoben, der demnächst auf der Ecademy-Plattform verfügbar sein wird. Da per 28.2.2009 wahrscheinlich kein Verbundprojekt abgeschlossen sein wird, muss die Kundenzufriedenheit auch bei noch laufenden Projekten erhoben werden.
KPI (Umsetzungserfolg): Mit dieser Kennzahl wird gemessen, inwiefern aus den Verbundprojekten konkrete, marktreife Produkte oder Services entstanden sind. Dieser KPI wird ebenfalls in Form eines Fragebogens erhoben, der baldmöglichst auf der Ecademy-Plattform verfügbar sein wird. Der Umsetzungserfolg sollte mind. 80% betragen, d.h. 80% der in den Verbundprojekten erzielten Projektergebnisse sollten von mindestens einen der Praxis- bzw. Anwendungspartnern praktisch eingesetzt bzw. vermarktet werden. Dieser KPI ist für das erste Jahr noch nicht relevant, da im o.a. Zeitraum voraussichtlich keine Verbundprojekte abgeschlossen werden.
Bonifizierung: Bei Erreichung der mit der KTI vereinbarten Ziele werden uns ca. 10% des generierten Auftragvolumens ausgezahlt. Diesen Betrag werden wir im Folgejahr zu grossen Teilen wiederum zur Förderung von Verbundprojekten einsetzen (vgl. Geschäftsmodell).
Projekte
Transfer-orientated online Learning & Coaching
Global agierende Unternehmen müssen ihre Mitarbeitenden weltweit in immer kürzerer Zeit und unter steigendem Kostendruck weiterbilden. Die Online-Unterstützung des Lernprozesses hilft, solche Vorgaben zu erreichen. Zur Sicherung der Qualität des Lernprozesses und des Lerntransfers kommt der Personalisierung von Lerninhalten und dem Coaching von Online-Aktivitäten eine hohe Bedeutung zu.
Das Projekt untersucht, wie Funktionalitäten von Social Software in der betrieblichen Lernbegleitung wirkungsvoll eingesetzt werden können. Es entwickelt anhand einer transferorientierten Schulungskonzeption eine Online-Umgebung mit Coaching-Unterstützung, die personalisiertes Lernen durch semantische Netzwerke und Coaching-Supportfunktionen optimiert.
Die aufgrund von zwei Pilotprojekten optimierte Lösung wird nach dem Projekt bei dem Anwendungspartner weltweit unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede eingesetzt.
Partner: UBS
Weitere Projekte finden Sie auf unserer Webseite: http://www.ecademy.ch
Unsere neuen Mitglieder

Schweizerisches Institut für Informationswissenschaft SII
an der HTW Chur
Das Schweizerische Institut für Informationswissenschaft SII umfasst die Aktivitäten der Informationswissenschaft an der HTW Chur. Das Institut beschäftigt sich mit Methoden und Konzepten zur Bewältigung der Herausforderungen der Produktion, der Organisation und der Distribution von Information und Wissen in allen Feldern von Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung. Das SII ist die einzige Einrichtung seiner Art in der Deutschschweiz.
Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung bietet das SII gegenwärtig ein Bachelorprogramm in Informationswissenschaft sowie einen Master of Advanced Studies (MAS) an; ein entsprechender konsekutiver Masterstudiengang ist für den herbst 2009 geplant.
Das SII ist gegenwärtig in den folgenden Forschungsfeldern aktiv:
Archivwissenschaft und Records Management: Entwicklung von innovativen Informationssystemen für Bild- und Wissenschaftsarchive; Entwicklung und Implementierung von technischen und organisatorischen Möglichkeiten zur Verwaltung und Archivierung von Geschäfts- und; digitale Langzeitarchivierung.
Bibliothekswissenschaft und – beratung: Aktuellen Herausforderungen der Informations- und Wissensgesellschaft für Bibliotheken (wissenschaftliche wie öffentliche) sowie die Wissenskommunikation im weiteren Sinn; Aufbau eines Dienstleistungsangebot im Bereich der Bibliometrie in Kooperation mit einem internationalen Partner.
Informationsmanagement: Anwendung der Konzepte und Methoden der Informationswissenschaft z.B. bei der Entwicklung von Online Portalen und Informations- bzw. Wissensplattformen wie Online Repositories; Entwicklung innovativer Lösungsansätze für die Bereiche Business- bzw. Competitive Intelligence.
Informations- und Medienkompetenz: Konzepte zur aktiven Förderung von Schlüsselqualifikationen in der Hochschullehre, in privatwirtschaftlichen Unternehmen sowie zur Unterstützung der Wissenschaftskommunikation.
Information Laboratory: Zusammenfassung aller Aktivitäten in der IT-nahen Informationswissenschaft; u.a. Architekturen und Komponenten von Informationssystemen für Information Professionals, Information Retrieval Systeme bzw. Suchtechnologien, Informationsvisualisierung, Evaluationskonzepte, Usability-Studien, Einsatz von ‚Web 2.0’ Technologien.
www.fh-htwchur.ch
Universität St. Gallen =mcminstitute
Das =mcminstitute wurde im Januar 1998 von der Universität St. Gallen als Gemeinschaftsprojekt mit der Bertelsmann Stiftung und der Heinz-Nixdorf Stiftung gegründet. Es sollte für die künftige Führungselite ein international ausgewiesenes Qualifikations- und Beratungszentrum zur Medien- und Informations- sowie Kommunikationskompetenz schaffen. Unter der Geschäftsleitung von Prof. Dr. Beat Schmid wurde die geplante Gestalt des Instituts und das angestrebte Kompetenzenportfolio in wenigen Jahren aufgebaut.
Die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls MCM 1 werden seit Januar 2006 gemeinsam mit der Assistenzprofessorin Prof. Dr. Katarina Stanoevska weitergeführt. Sie umfassen Informationsmanagement, Wissensmanagement, e-Business, Medien- und Kommunikationsmanagement sowie Produktdesign.
www.mcm.unisg.ch
Von unseren Mitgliedern
Das Ecademy-Mitglied „Institut für Business Engineering“ der Fachhochschule Nordwestschweiz expandiert mit einem Spin-Off Unternehmen. Vielleicht ein neuer Partner für ein Ecademy-Verbundprojekt?
Webcorp wird an der Fachhochschule Nordwestschweiz erfolgreich für das "Collaborative Learning" eingesetzt. Aktuell verwenden 6978 User die Plattform zum Austausch von lernrelevanten Informationen zwischen Dozierenden und Studierenden oder nutzen die Projektmanagementfunktionen in studentischen Arbeiten oder Forschungsprojekten.
Ursprünglich (1998) wurde Webcorp im Rahmen von Forschungsprojekten zur Unterstützung überbetrieblicher Prozesse in virtuellen Organisationen entwickelt. 2004 entschied man sich dann aufgrund der weiter entwickelten web-technischen Möglichkeiten die Version 2 zu entwickeln.
Den Entwicklern von Webcorp wurde dann sehr schnell bewusst, dass die Werkzeuge der überbetrieblichen Kooperation ebenfalls den modernen Unterricht unterstützen könnten. Zu Beginn fand Webcorp grosse Akzeptanz in den berufsbegleitenden Weiterbildungen, dann aber mehr und mehr auch in den Grundstudiengängen. Den Durchbruch schaffte Webcorp dann eindeutig durch die "administrative Anbindung" an das Schuladministrationssystem Evento. Durch diese Verbindung wird die Administration von virtuellen Klassenräumen und das verwalten von Usern sehr stark vereinfacht. Mit den nun rasant steigenden Benutzerzahlen wurde der Support mit Tools wie Helpdesk und organisatorisch mit "SuperUsern" professionalisiert.
Webcorp ist nun selbständig geworden. Drei Mitarbeiter des Instituts für Business Engineering haben sich dazu entschieden, Webcorp in einem Spin-Off Unternehmen dem Markt zu öffnen, kontinuierlich weiter zu entwickeln und natürlich auch weiterhin die notwendige Unterstützung für die User der FHNW zu leisten. Im Juli dieses Jahres entstand also die Firma axxanta GmbH. Die Jungunternehmer sehen zudem ein grosses Einsatzpotenzial in Industrie und Wirtschaft und Verwaltung.
Weitere Informationen zur Firma axxanta, Webcorp oder der Webconferencing-Lösung IP MediaSuite finden Sie unter
www.axxanta.ch oder über eine Anfrage an

roger.schoch@axxanta.ch. |