Newsletter Nr . 13 / 2003The National Network of the Swiss Universities of Applied Sciences for E-Business and E-Government
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser
Wie der vorliegende Newsletter bezeugt, konkretisieren sich die aF&E-Projekte der Ecademy-Mitglieder stetig. Dies gilt insbesondere auch für die internationale Ebene (s. z.B. das „Ecademy Masters Program“) sowie für die Verbundprojekte. Dabei bedeutet „Verbund“ sowohl die projektbezogene Zusammenarbeit der Mitglieder wie die Partnerschaft mit Firmen und Verwaltung. Eine wesentliche Aufgabe der Ecademy besteht im Initiieren ebensolcher „Netzwerkprojekte“. Diese Entwicklung wurde denn auch kürzlich anlässlich einer Begutachtung durch die KTI gewürdigt und insbesondere das internationale Potential anerkennend vermerkt.
Bernhard Reber
Geschäftsführer
Inhaltsübersicht:
1. Ecademy Executive Master Program for E-Business and E-Government
2. BORIS: zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort - ein Projekt der Hochschule für Technik und Informatik in Biel
3. Kaufen und Bezahlen mit dem Mobiltelefon – die HSW Luzern präsentiert ihre Machbarkeitsstudie an der Retail Swiss in Luzern
4. Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum E-Government CC eGov, Institut für Wirtschaft und Verwaltung IWV Bern
5. Neu: Paid Content Studie – ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Institut für angewandte Betriebsökonomie der FHBB, Basel
1. Ecademy Executive Masters Program for E-Business and E-Government mit Beginn im März 2004
Die Ecademy bietet ab März 2004 das International Executive Masters Program for E-Business and E-Government an. Beteiligt sind fünf Schweizer Fachhochschulen, zwei US-amerikanische Hochschulen sowie Firmen (IBM u.a.) Das berufsbegleitende Weiterbildungsangebot richtet sich an erfahrene Führungskräfte und dauert 18 Monate. Der Studienführer des Ecademy Executive Masters Program erscheint im Juli dieses Jahres; im Spätsommer finden in der ganzen Schweiz Informationsveranstaltungen statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Ecademy Website.
2. Dank BORIS (Bus Position Real-Timetable System) zum richtigen Zeitpunkt direkt "von der Sitzung in Tram und Bus"– ein Projekt der Hochschule für Technik und Informatik in Biel
Am Competence Center Electronic Commerce der Hochschule für Technik und Informatik in Biel wird von einem studentischen Team an BORIS gearbeitet. Ziel dieses ortsbasierten Dienstes (Location Based Service) ist es, dem Anwender auf seinem mobilen Endgerät die beste Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr automatisiert von seinem aktuellen Standort an den gewünschten Zielort darzustellen. Dank dem Zugriff auf "Realtime"-Fahr(plan)-Daten erhält der Anwender die effektiven Abfahrtszeiten übermittelt (Verspätungen, Ausfälle, Umleitungen werden berücksichtigt). Die Ausgabe der Information erfolgt situationsgerecht in graphischer Form (z.B. Stadtplan), wo neben dem eigenen aktuellen Standort auch die nächstgelegenen Haltestellen und der Weg dorthin aufgezeigt und die von dort zum Zielort führenden Verbindungen inklusive Ankunftszeit angegeben sind. Dank der kartographischen Darstellung in geeignetem Abstraktionsgrad finden sich auch Ortsfremde problemlos zurecht. Ortskundige profitieren von der Unterstützung ihrer Reise-Terminplanung. Kein lästiges Herumfragen mehr, keine unnötigen Wartezeiten an den Haltestellen, einfach dank BORIS zum richtigen Zeitpunkt direkt "von der Sitzung in Tram und Bus".
3. Kaufen und Bezahlen mit dem Mobiltelefon – die HSW Luzern präsentiert ihre Machbarkeitsstudie an der Retail Swiss 2003 in Luzern
Kreditkarten, Kundenkarten, Zutrittskarten, Memberkarten, Bonuskarten etc., alles sinnvolle und gute Anwendungen für mehr Komfort und Nutzen. Mit zunehmender Zahl Karten sinkt aber die Akzeptanz. Eine Multifunktionskarte jederzeit griffbereit wäre ideal. Wie könnte sie realisiert werden? Diese Frage beschäftigt die Hochschule für Wirtschaft Luzern (HSW). Und sie hat eine Möglichkeit gefunden: Die SIM-Karte im Mobiltelefon. Die HSW Luzern entwickelt eine technische und anwendungsspezifische Machbarkeitsstudie. Es geht zuerst einmal um das Thema Kaufen und Bezahlen. Die Resultate werden als Demo an der Retail Swiss am 14. – 16. September in Luzern erstmals vorgeführt. Im „Future Store“ der Messe werden vier mögliche Kauf- und Zahlungssituationen präsentiert. Die Technologie funktioniert auf den meisten Telefonen und ist sehr simpel. Das Projekt wird von der KTI mitfinanziert. Die Projektpartner sind: Swisscom Mobile AG, Sunrise, Telekurs Card Solutions AG, Viseca Card Services SA, Sicap Ltd.
4. Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum E-Government CC eGov, Institut für Wirtschaft und Verwaltung IWV Bern
Projektbericht "Untersuchung Personenregister"
Der aktuelle Projektbericht des CC eGov für das Bundesamt für Justiz befasst sich mit dem Zusammenwirken der drei Personenregister "Zivilstand", "Einwohner" und "Ausländer". Dazu wurden die beiden Prozesse "Geburt eines Ausländerkindes im Kanton Bern" und "Wohnsitzwechsel eines Paares gemischter Nationalität aus dem Kanton Solothurn in den Kanton Bern" untersucht, analysiert und dokumentiert. Ausserdem wurden die allfällige Bedeutung und der mögliche Nutzen der Einführung eines eidgenössischen Personen-Identifikators (EPID) für diese Prozesse erarbeitet und diskutiert. Der Bericht "Untersuchung Personenregister" kann online abgerufen werden.
5. Paid Content Studie – ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Institut für angewandte Betriebsökonomie der FHBB, Basel
Schon die klassischen Nationalökonomen haben uns gelehrt, dass die Knappheit eines Gutes dessen Preis massgeblich bestimmt. Nun sind Informationen im Internet nicht gerade knapp und so verwundert es wenig, dass die Zahlungsbereitschaft der Internet-Konsumenten bisher eher gering war.
Auf eine Initiative der UBS hin kam ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Marktforschungsunternehmen mrc, dem Branchenmagazin Netzwoche und der Fachhochschule beider Basel zustande. Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich interessierte vor allem die Frage, unter welchen Bedingungen die Internetnutzer für welche Art von Inhalten und Services etwas bezahlen würden.
Im Ergebnis bestätigt die Studie, was auch die klassischen Ökonomen schon wussten: die Zahlungsbereitschaft der Nachfrager hängt vom wahrgenommenen Wert eines Gutes ab. Informationen und Services im Internet werden dann als wertvoll empfunden, wenn sie sich durch eine gewisse Einzigartigkeit auszeichnen. Worin diese bestehen kann und weshalb trotzdem kein florierender Markt für zahlungspflichtigen Content aufkommen will, beantwortet die vorliegende Studie.
Diesen Newsletter können Sie hier als PDF oder HTML downloaden.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Teilen Sie uns Ihre Anregungen mit -
wir freuen uns auf Ihr Feedback!
Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich in www.ecademy.ch als Interessent eingetragen haben.
Falls Sie auf die Zusendung des Newsletters in Zukunft verzichten möchten, senden Sie bitte eine kurze Mitteilung an: info@ecademy.ch
Know-how-Partner der Ecademy sind yellowworld und UBS
up | back
|